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Articulate Studio ’09: ein Erfahrungsbericht

Freitag, März 19th, 2010

In den letzten Wochen standen in unserem Studium unter anderem die Themen “Autorensysteme” sowie “Rapid E-Learning” im Fokus. Um diese Informationen praktisch anzuwenden, war es unsere Aufgabe, eine beispielhafte Lerneinheit zu erstellen.

Dazu habe ich mich für das Articulate Studio entschieden, seit Jahren fester Bestandteil meines E-Learning-”Werkzeugkoffers”. Neben einigen Kundenprojekten habe ich auch einen meiner Referenzkurse damit entwickelt. Da auf einfache Weise Flash-Elemente eingebunden werden können, erweitert sich das Repertoire um Tools wie beispielsweise Captivate oder Raptivity.

Ganz billig ist diese Softwaresuite, die die Produkte Presenter, Engage und Quizmaker kombiniert, nicht; für mich als Freiberuflerin ist dieses Geld jedoch gut investiert.

Funktionsumfang

Da Articulate in PowerPoint integriert wird, stehen dessen komplette Layout- und ein großer Teil der Animationsfunktionen zur Verfügung. Gerade bei Einsatz von PowerPoint 2007 lassen sich so ohne HTML- oder Flash-Kenntnisse Inhalte mit einem sehr professionellen “Look & Feel” erstellen. Zusätzlich sind Templates für PowerPoint-Präsentationen und den Articulate-Player erhältlich.

Dennoch sollte die Einarbeitungszeit nicht unterschätzt werden, die notwendig ist, um ein optisch wie funktional optimales Zusammenspiel der Suite-Bestandteile zu erzielen – und natürlich, um sich mit den angebotenen Funktionen vertraut zu machen!

Web Objects

Eine Besonderheit sind die so genannten “Web Objects”, bei denen es sich sozusagen um ein Guckloch ins Internet handelt: Webinhalte können so als Teil einer Seite oder in einem sich automatisch öffnenden Extra-Fenster in einen Kurs integriert werden. Aus urheberrechtlichen Gründen sehe ich den Einsatzbereich vor allem bei der Einbindung von Inhalten, deren Copyright-Inhaber man selbst ist. Neben Teilen des eigenen Webauftritts bieten sich hier vor allem Intranetseiten wie beispielsweise Firmenwikis, -foren oder auch FAQ-Listen an.

Nachteile

Als Nachteil empfinde ich vor allem, dass (zumindest zurzeit) keine externen Office-Dokumente verlinkt werden können; dies ist nur über eine Konvertierung in PDFs oder Packen der betreffenden Datei möglich.

Ein Aufruf von Links führt darüber hinaus – abhängig von den lokalen Sicherheitseinstellungen – u. U. zu einer Sicherheitsabfrage; wird diese bestätigt, startet der Kurs automatisch neu. Dieses Verhalten habe ich jedoch auch bei anderen Flash-Inhalten beobachtet; es ist also nicht Articulate-spezifisch.

Community

Eine große und ungewöhnlich engagierte Community von Firmenmitarbeitern und Nutzern tauscht in mehreren Foren Tipps und Erfahrungen aus und hilft meiner eigenen Erfahrung nach auch bei technischen Fragen oder Problemen gern weiter. Außerdem wird einer (wenn nicht der ;-) ) besten E-Learning-Blogs vom Leiter der Community geschrieben: Tom Kuhlmanns Rapid E-Learning Blog. Die so genannten “Community Interactions” – von Nutzern entwickelte interaktive Elemente – ergänzen den Funktionsumfang der Articulate-Komponente Engage.