“Man lernt nie aus.” – zur Bedeutung des lebenslangen Lernens

Ob in Blogs, auf Twitter, im Rahmen von Bildungsmessen wie ONLINE EDUCA, didacta, CeBIT oder Zukunft Personal oder in Zeitschriften wie Training aktuell – der Wandel der Weiterbildung wird allerorts diskutiert. Häufig fallende Stichworte sind in diesem Zusammenhang “informell”, “sozial”, “mobil”, “flexibel”, “selbstgesteuert” und “arbeitsplatznah”.

Gibt es eine gemeinsame Überschrift für diese Phänomene? Meiner Ansicht nach bietet sich hier das Konzept vom “lebenslangen Lernen” an.

Dessen gesellschaftliche Bedeutung zeigt sich an Initiativen wie der “Konzeption der Bundesregierung zum Lernen im Lebenslauf” oder der OECD-Zielsetzung des “Lifelong Learning for All”. Entsprechend groß ist die Relevanz für die Wirtschaft und somit für die Unternehmen, die die Kompetenzen ihrer Mitarbeiter/innen konsequent fördern müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Insofern hat das lebenslange Lernen auch direkten Einfluss auf meine berufliche Tätigkeit als Wissensarbeiterin und Akteurin auf dem Weiterbildungsmarkt. Im Mittelpunkt steht nicht länger nur die Wissensvermittlung, sondern auch die Aufgabe, Lernende beim Wissenserwerb zu unterstützen, ihnen Orientierung und Hilfestellung bei der Organisation ihres individuellen Lernprozesses zu geben.

Der Erwerb (und die Weitergabe) von neuem Wissen ist aber nicht nur die Basis meiner täglichen Arbeit: Auch im privaten Bereich heißt es für mich selbstverständlich “Man lernt nie aus.” Ich hatte das Glück, in einem familiären Umfeld groß zu werden, in dem Neugier und Wissensdrang vorgelebt und gefördert wurden – die wichtigste Voraussetzung dafür, nicht nur lebenslang zu lernen, sondern auch Spaß daran zu haben. Soweit es mir möglich ist, möchte ich gerne einen kleinen Teil dazu beitragen, dass auch mein jetzt 1 ¾ Jahre alter Neffe diesen optimalen Start bekommt. Er wird in einer Welt aufwachsen, die sich von meiner deutlich unterscheidet, und ich freue mich darauf, viel Neues zu lernen, um soweit wie möglich mit ihm Schritt zu halten… auch, wenn er mich vielleicht in einigen Jahren eines Besseren belehrt. ;-)

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